Nach der Niederlage im Berner Cup ist es heute nicht mehr die Niederlage, die bei mir im Vordergrund steht, sondern der Abschied von einem sehr wichtigen, treuen und langjährigen Mitspieler, Freund und Kampfgefährten.
Die Rede ist natürlich von Assem.
Vor neun Jahren stiess Assem über seinen Bruder Momo zum FC Madretsch. Von Anfang an hat er sich seinen Platz in der Mannschaft erkämpft und sich den Respekt aller verdient.
In all den Jahren hat er gezeigt, dass eine echte Führungspersönlichkeit nicht nur andere führt, sondern selber vorangeht. Er war sich nie zu schade, zu kämpfen, zu laufen, sich in jeden Zweikampf zu werfen und bis zur absoluten Erschöpfung alles zu geben. Er hat gezeigt, dass Führung immer bei einem selbst beginnt.
Ich persönlich bedaure seinen Abschied sehr. Nicht nur, weil wir einen starken Spieler verlieren, der auf dem Platz eine grosse Lücke hinterlassen wird, sondern auch, weil mir ein guter Freund im Verein fehlen wird. Assem war für die ganze Mannschaft, aber eben auch für mich persönlich eine wichtige Stütze.
Besonders geschätzt habe ich seine Solidarität gegenüber seinen Mitspielern, seine grosse Loyalität gegenüber dem Verein, der Mannschaft und auch mir persönlich sowie seine Arbeitsmentalität. Er wollte nie den einfachen Weg, sondern hat immer selber angepackt und Verantwortung übernommen. Früher jedoch noch etwas häufiger anwesend, doch pünktlich auch damals nicht😉.
Assem ist ein grossartiger Mensch, der gerade in schwierigen Momenten immer wieder echte Grösse gezeigt hat.
Assem Hamad, ich wünsche dir von Herzen alles Gute auf deinem weiteren Weg und danke dir für all die gemeinsamen Momente auf und neben dem Platz. Für jeden Kampf, jeden Sieg und auch jede Niederlage, die wir gemeinsam erlebt haben.
Ich bin überzeugt: Technik, Taktik und Kondition kommen und gehen. Aber die gemeinsamen Emotionen und die entstandenen Freundschaften bleiben für immer.
Danke für alles, Assem. ❤️
Marc Bönzli, Trainer 1. Mannschaft