Schade! Kacke! Daminomou! Heilanddonnerhueresiechgopferdellinonemou! Usägliche Lamagnuscheisse! Usägliche Abluuserei! Zum Abschluss der kürzesten Vorrunde seit der Erfindung des Rasenmähers doch noch eine Sauhundniederlage! 2-1 im Klassiker in der Grashölle von Gimmiz-Nord.

Zuerst zum Greenkeeper, diesem Söiniggel. Der war wohl seit Juli nicht mehr in der Stockmatt, der Arbeitsverweigerer. Das Gras kitzelte die kleinen Spieler unter den Armen, die längeren zumindest am Sack. So musste sich auch die Discokopffraktion zuerst ans lange Geläuf gewöhnen.

Wie gehabt führten unsere Bien Bar Kickers die feinere Klinge mit göttlichen Ballannahmen und schögelten zwischendurch ganz schön direkt durch die gegnerischen Reihen. Die Blauen pflügten sich eher über die Wiese.

Nach einer Viertelstunde begann das Chancenfestival der Gelb-Schwarzen! Was in den folgenden Minuten alles versYBt wurde – unglaublich unsäglich! Zuerst war es Börk, welcher den Innenpfosten traf und zu alledem kullerte die Pille noch die Torlinie entlang. Danach war es an Toni, welcher alleine auf den Gigi Buffon zulief. Gestoppt wurde er einerseits von der Wiese und andererseits vom Goalie. Und darauf kam es zu fast tumultartigen Szenen im 16er der Einheimischen. Ein richtiges Tontaubenschiessen. Wer will noch mal, wer hat noch nicht. Aber alles nützte nichts. Der Dino Zoff des uhueren armem Mannes wehrte sich mit allen möglichen (Hände, Arme usw.) und unmöglichen (Eier, Achselhaare) Körperteilen gegen den Einschlag.

Zwischendurch kam der Leader zu ein paar ungefährlichen Weitschüssen – und wenn sich doch einmal ein Ball aufs Tor verirrte stand Ozzy bereit. Einmal musste auch er das Glück beanspruchen, als nach einem stehenden Ball das längste Elend auf dem Bitz an die Latte köpfelte.

Kurz vor dem Pausentee noch einmal Aufregung. Zuerst wurde Simi ohne Sinn und Verstand abgeholzt, umgemäht, weggesenst. Collina pfiff, aber den Karton liess er stecken. Und direkt danach musste Zosso eingreifen und liess einen hölzernen Blauen auflaufen. Dies führte gegen Zosse wegen Foul und Erkan wegen Schnurrens zu Doppelgelb. Pause! 0-0.

Schwierig wurde es nach der Halbzeit. Die langen Abkicksguugene wurden jeweils von den noch längeren Verteidigungselenden abgeblockt. Und es kam noch schlimmer. Die blaue nervige Zehn netzte in der 46. Minute zum 1-0 ein. Schissdräck! Aber 600 Sekunden später schon die Reaktion der Mühlefeldboys. Jöggu zenterte in den 16er und Discochopf Würmu machte den ultrahochverdienten Ausgleich perfekt! 1-1! Die über 23000 konnten sich auf eine spannende Schlussphase freuen.

Beide Teams suchten jetzt den Sieg. Die mit dem Frauenfussballteam eher auf Konter – den Hunden reichte ja 1 Punkt für den Herbstmeistertitel. Die Stadthelden etwas offensiver und angriffiger. Und so kam es halt wie es kommen musste. Irgend so ein blaues Murmeltier schnappte sich die Pille und lief auf die verlassene letzte Verteidigungslinie zu. Und statt wie ein Mann das 1 zu 1 zu suchen drückte er einfach wie ein Verräter ab. Und der Ball flog und flog und na ja, ihr wisst was kommt, die Kacke schlug unhaltbar in unserem Netzhimmel ein. 2-1!!!!

Trotz verzweifelter Schlussoffensive wurde es nichts mehr mit dem Ausgleich. So feierten die Stöckmätteler die Tabellenführung.

Unsere Jungs müssen sich aber nichts vorwerfen – sie spielten eine tolle Vorrunde und es sieht so aus, als würden unsere Helden auf dem 2. Tabellenrang überwintern. Und das Dessert mit dem Cuphighlight auf dem Campo Molino folgt noch – Showdown am 14.10.17!

Zum Schluss noch dies: Was ist eigentlich des Stockmatt-Greenkeepers Beruf? Die Mutmassungen schossen ins Kraut. Malt er jeweils die Farben des Regenbogen an den Himmel? Ist er zuständig für das korrekte Zusammenlegen von Gummelis? Oder klebt er im Frühling die grünen Blätter an den Baum um diese im Herbst rot anzumalen?

Laura Wontorra

FC Walperswil – FC Madretsch 2:1 (0:0)
Stockmatt. – 23'418 Zuschauer. – SR Coluccia.
Tore: 46. Zesiger 1:0, 56. Mischler (Leuenberger) 1:1, 75. Baumgartner 2:1.
Gelbe Karte: 39. Demrici (1), 39. Zosso (1).
Madretsch: Demiral; Stauffer; Demirci, Zumberi; Zosso (47. Mischler), Burkhalter, T. Schwab, Widmann (77. Flückiger); Trezzini (63. Ramazani), Leuenberger, Rodrigues.

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