Die Auslosungsschlampe meinte es nicht besonders gut mit unserer 1. Mannschaft. Sie musste in das Tal der heulenden Winde reisen. Ins Stammesland von Chlöusu Z. oder an den Ort wo meistens gesungen wird „keine Playoffs dieses Jahr im Emmental“ – Langnau!

Andere Orte, andere Sitten. Neben unserem Heimtempel führt bald eine Autobahn durch, in der Bauernhauptstadt steht die Schwinghalle. Und das Anschwingen auf dem Brünig wurde vor den Kabinen live kommentiert und diskutiert....

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe fand sich in Langnull ein. Von Aktiven bis weniger Aktiven, „fremde“ Spieler, Eigengewächse, dunkle, helle, einfach ein gutes Abbild der Stadt Biel stemmte sich gegen die Bauerntölpeln.

Von Spielertrainer Marc eher defensiv eingestellt und von Pole offensiv gecoacht machten unsere Jungs einfach mal die Löcher zu. Die Ilfishelden versuchten mit viel Ballbesitz zu Chancen zu kommen – das gelang nicht wirklich. Die grösseren Möglichkeiten wurden von den Mühlefeldboys vergeben. Antonio und Momo vergaben noch Halbchancen. Kushi säbelte dann nach einer Flanke vor dem leeren Tor am Ball vorbei. Schade. Ein Raunen ging durch die zahlreichen Gästefans.

Leider wurde in der 21. Minute der Gästeriegel überwunden. Ein Chi-Chi-Zuspiel fand den Weg durch die engmaschige Innenverteidigung und der Elik Tödu schob zum 1-0 ein. Bis zur Pause wurde der Ballbesitz der Jünger Horisbärgers immer grösser und nahm Tiki-Taka-Ausmasse an. Aber der Totomat-Bediener musste bis zum Tee nicht mehr eingreifen.

Vor Ablauf der vollen Spielstunde setzte Antonio zum 1-Mann-Monster-Pressing an. Der Tschatscho des ganz Armen Mannes wurde sofort nervös, Aussetzer, und schon höperlte die Pille zum Ausgleich in die Maschen. 1-1!!! Ab jetzt übernahmen die Gästefans das Zepter endgültig und auch das unsägliche Speaker-Maaadretsch konnte die gute Stimmung nicht trüben.

Das Geschehen wogte jetzt hin und her, einmal musste Pato das Spielgerät an die Latte schauen, danach wehrte er bravurös ab und dann hatte zuerst Momo und kurz danach Marc die Führung auf dem Schlappen. Lego-Henne an der Seitenlinie wurde echt nervös. Aber einen Joker hatte er noch. Der Regelexperte heulte sofort auf, als Pole den Vielspieler Gregy wieder einwechselte. Wechselfehler wie anno dazumal Koks-Daum oder Rehhakles mit Lautern. Na ja, der Schiri war sich seiner Sache nicht ganz sicher und Lego-Henne stellte nur fest – und das Protesteinlegen vergass er in seiner Erregung. Weiter gings.

10 Minuten vor Schluss KO für unsere Cuphelden. Eine wuchtige Wuchtwumme von Nüssli, leicht abgelenkt, zäck-bum, Lattenunterkante und dann ab ins Netz. 2-1. Der Speaker sprach von der langersehnten Entscheidung. Ein klarer Fall von denkste.... !

Die Gelb-Schwarzen schlugen noch einmal zurück. Gregy lancierte Antonio auf links, der wuselte sich durch, zenter in die Mitte, Momo schoss, Ball bereits hinter der Linie, kam wieder raus, Kushi wollte auch noch mal, Tschatscho am Boden wie ein Käfer auf dem Rücken und dann noch einmal Momo – 2-2!!!!!

Eine Verlängerung bahnte sich an und die Gelb-Schwarzen wussten nicht so recht, ob sie die überhaupt wollten. Aber zum Glück kam es direkt zum Elferschiessen. Es traf leider nur Marc so dass die Kurzentscheidung mit einer Kanterniederlage endete.

Cupout bereits im August. Aber da die Mannschaft noch kein Training absolviert hatte, dafür ca. 12 Spiele in der letzten Woche am Stück, ist dies noch verschmerzbar.

Nächsten Donnerstag findet der Trainingsauftakt inkl. Mannschaftspräsentation statt. DJ Yvan sorgt für die Unterhaltung, die Chippendales haben ihren Auftritt und die Buvette wird ein Menu sondergleichen anbieten.

Apropos Buvette – die unsäglichen Buvettengeschichten haben ein neues Kapitel geschrieben. Trockene Sandwichs vom letzten Playoffspiel der Taigers waren der kulinarische Höhepunkte – der einzige.

Ein letztes Zeichen zum Abschied setzte dann Spielerfrau Susi M.* (*Name der Redaktion bekannt). Sie vertickte kurzerhand noch ein Handy und einen Schlüssel für einen fahrbaren Untersatz. Da es sich beim Hosentelefon um ein Nokia8210 und beim Schlüssel um die Anzündhilfe eines Traktors handelte, wollte sich kein Käufer finden lassen.

Kai Ebel

FC Langnau – FC Madretsch 6:3 n.E. (1:0,2:2)
Moos. – 52 Zuschauer. – SR Oberli.
Tore: 22. Hofer 1:0, 55. Rodrigues 1:1, 78. Krasniqi 2:1, 88. M. Hamad (Rodrigues) 2:2.
Elfmeter: Langnau 3:2, Bönzli 3:3, Langnau 4:3, A. Hamad verschiesst, Langnau 5:3, M. Hamad veschiesst, Langnau 6:3.
Madretsch: Haab; Schenk, Demirci, Catanese, A: Hamad, Flückiger (57. Revassi); Stauffer (30. Mitev, 79. Flückiger), Bönzli; Kryeziu (30. Diallo, 84. Kryeziu), M. Hamad, Rodrigues.

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